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01.01.2016 Weiterfahrt Richtung Torres del Paine

Laguna Esmeralda



Die Laguna Esmeralda liegt etwa 30 km östlich von Ushuaia. Um dort hin zu gelangen legt man einen 1,5 Stündigen Fußmarsch zurück. Nach einer langen Silvesterparty machten wir uns gegen Mittag auf den Weg. Gabi war noch verkartert und meinte das ist kein Problem. Schnell holte uns die Realität auf den Boden der Tatsache zurück, denn der Aufstieg war für uns sehr anstrengend. Als wir oben ankammen waren wir fix und fertig. Da der Wind eiskalt war, machten wir uns nach kurzen Aufendhalt auf den Rückweg. Ich war noch sehr übermüdet und knickte zweimal mit dem Fuß um. Mit letzten Kräften kamen wir zurück zum Camper. Jetzt musste erst einmal Kaffee getrunken werden, bevor wir dann 80 km weiter bei Tolhuin am Lago Khami übernachteten.


Torres del Paine
vom 4.01.2016 - 7.01.2016


Beinahe senkrecht erheben sich die knapp 3000 m hohen, imposanten Torres de Paine über die Patagonische Steppe. Diese spektakulären Granitsäulen beherrschen die Landschaft des vielleicht schönsten Natinalparks Chiles.




 
Über den Südeingang "Serrano" fahren wir im Nationalpark Torres del Paine herein. Als erstes erreichen wir Pehoé Lake. Der See ist kristal blau und im Hintergrund sieht man das Paine Massiv. Der Anblick ist einfach atemberaubend. Wir beschliessen im Explora Hotel was zu essen und sind fasizniert von der Aussicht. Später fahren wir noch weiter zum Wasserfall Salto Grande. Hier schlägt wieder der Patagonische Wind zu und fegt uns fast weg. Ein kurzer Sparziergang wird zum Kampf mit dem Wind. Am 06. Januar haben wir dann den Ausflug mit dem Schiff zum Grey Glacier. Wir fahren zum Hotel Lago Grey, denn da legt das Boot ab. Gedacht - Erst nach einer ca. 30 min Wanderung durch einen kleinen Wald und über den 2 km langen -Kies-Strand erreichen wir die Ablegestelle. Auch hier ist es wieder der Kampf gegen den Patagonischen Wind. Doch der Weg hat sich gelohnt. Das Eis des Gletschers ist wunderschön blau .Die Farbe entsteht, weil kompacktes Eis keine Luftblasen hat, dadurch wird vom eindringende Licht nur das kurzwellige blaue Licht reflecktiert. Wir halten an 3 Gletscherzungen und jedesmal erhält man eine andere Perspektive. Natürlich hat man den Blick auch vom Lago Grey aus auf das Paine Massiv. Einfach atemberaubend. Am letzten Tag fahren wir im östlichen Teil zum Las Torres Hotel. Von hier aus kann man die berümte Tageswanderung "Mirador las Torres" machen - einfache Wegstrecke 4 Std. Sehr anspruchsvoll - daher nichts für uns. Leider verdecken Wolken den Blick auf das "Mirador Massiv" (Paine Massiv). Der östliche Teil des Nationalparks ist komplett anders. Die Hügel sind grün, alles blüht und man könnte meinen man ist im Auenland (Herr der Ringe). Hier haben wir unseren ersten Condor gesehen.

PS von Gabi:

So kalt habe ich es bisher im Urlaub nicht erlebt. Der Wind ging die ganze Zeit und er war eisekalt. Da ist der Wind in San Fransisco nichts dagegen. Ohne Multifunktionswäsche (Ski-Wäsche) ging garnichts. Im Nationalpark waren nur Schotterpisten, deshalb war bei dem starken Wind auch nur Staub in der Luft. Jetzt reichts mir es geht weiter in Richtung Norden - der Wärme entgegen.



El Calafate
vom 8.01 2016 - 12.01.2016



El Calafate ist der Ausgangspunkt zum atembraubenden Gletscher "Glaciar Perito Moreno" Dieser ist 30 km lang, 5 km breit und 60 m hoch und schiebt sich täglich 2 m vorwärts. Wir haben hier zwei Tage verbracht. Es gibt einen 4 km langen Pfad an der Gletscherzunge vorbei, so dass man ziemlich nah und von mehreren Seiten den Gletscher betrachten kan. Die meiste Zeit haben wir damit verbracht auf einen Abbruch zu warten. Gabi hatte entsprechend genug Proviant eingepackt.
Nach 1000 km Schotterpiste brach die linke hintere Kotfügelverbreiterung ab und verschwand mit dem Wind in den weiten Patagoniens. Der Wind hat hier auf freien Flächen orkanstärke einfach unvorstellbar.

PS von Gabi:
Nach soviel Sehenswürdigkeiten brauchten wir eine Pause. Wir übernachteten in El Calafate für 2 Tage, u. a. auch um diverse kleine Reparaturen am Camper durchzuführen. Ich konnte zum Glück alle Sachen waschen lassen und wieder mal mit Wasser prassen ohne das ich se geschimpft kriege, denn nur 60 Liter im Wagen zu haben, ist doch sehr wenig. Auf dem Campingplatz trafen wir Thomas wieder, den wir bereits in Valdés kennengelernt hatten. Die Männer unterhielten sich über Autos und Fotographie - das Gesprächsthema ging hierzu nicht aus. An zwei Abenden gingen wir gemeinsam essen und trinken und hatten viel, viel  Spaß. Schön das wir Thomas kennengelernt und lieb gewonnen haben. Hoffentlich bleibt der Kontakt.


Cueva de las Manos
13.01.2016


Auf den Weg nach Lago General (Chile) machten wir halt bei "Cueva de los Manos" - übersetzt: Höhle der Hände. Die Landschaft erinnerte uns direkt an den Gran Canyon - nur in Kleinformat. Wir waren mehr faziniert von der Landschaft als von der Höhlenmalerei, die hauptsächlich die Darstellung von Händen zeigt. Die ältesten Malereien an den nahezu senkrechten Felswänden stammen aus der Zeit um 7.300 v. Chr. Dies  haben wir aus dem Reiseführer entnommen, denn die Führung war leider nur in spanisch . Der Ort wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.


Lago General-Carrera
vom 14.01.2016 - 15.01.2016



Bei Chile Cico reisen wir nach Chile ein und fahren weiter Richtung Westen entlang des Lago General Carrera, der in Argentinien noch Lago Buenos Aires hiess. Der See ist riesig (2240 km² und 590 m tief) und wir fahren in Chile ca. 125 km an seinen Ufern entlang. Wirkliches Ufer gibt es aber selten, meistens sind es steile Felswände, in die die einspurige Schotterstrasse gesprengt worden ist. Schlaglöcher und Waschbrettpiste sowie die Dreiecksform der Strasse - Mitte hoch, rechts und links abfallend - lassen das Adrenalin bei Gegenverkehr steigen und alles natürlich ohne Leitplanke. Wir fahren auf der "Seeseite" und haben an manchen Stellen das Gefühl, dass man aus dem rechten Seitenfenster 200 Meter senkrecht in das tiefblaue Wasser unter uns schauen kann. Die traumhafte Aussicht über dem See und die abwechslungsreiche Landschaft macht alles wieder weg. Gabi genießt den Blick auf dem See und ich habe viel Spass beim Autofahren (endlich muß der Ford Ranger mal zeigen was er so kann).

Catedral de Marmol (Lago General)
am 17.01.2016


Wir machen halt in Puerto Tranquilo, um uns die Marmorhöhlen anzuschauen. Das Dorf ist Ausgangspunkt für diverse Touren hier am Lago General, daher scharen sich die Touranbieter direkt am See. Aus dem iOverlander entnehmen wir, dass ca. 4 km vor der Stadt ein Campingplatz liegt, der auch die Touren mit dem Boot zu den Marmorhöhlen anbietet und hier kann man auch kostenlos übernachten. So machen wir uns auf dem Weg zum Camping Marmol. Am Sonntag morgen beim perfekten Wetter (strahlend blauen Himmel und ruhigen Seegang) machen wir die ca. 1 Std. Bootstour zu den Marmorhöhlen. Diese sind zum Teil 320 Millionen Jahre alt. Wir fahren mit dem kleinen Boot in den Höhlen rein und können den Marmor auch anfassen. Gabi meint immer nur, wie im Bericht der Rheinischen Post einfach klasse.

Puerto Raúl Marín Balmaceda
vom 20.01.2016 - 22.01.2016


Wir machen einen Abstecher von der Carrera Austral nach Puerto Raúl. Um dahin zu kommen, fährt man durch Dschungel, vorbei an türkis schimmernde Flüssen und Gletscher überbezogene Berge. Dazwischen liegen einsame Siedlungen und Termalquellen. Alles einspurig. Am meisten fallen die Nalca-Stauden auf, deren große Blätter bis zu 2m Durchmesser haben. Der Weg ist das Ziel ! Der Ort selber ist ein kleines verschlafenes Nest. Wir übernachten an einem Förd am Rande des Dorfes und beobachten Delfine und Roben, die direckt vor uns am Strand nach Nahrung suchen. Einfach Traumhaft und so beschliessen wir eine Nacht länger zu bleiben. Was auch nötig war, denn so konnte ich einige Reperaturarbeiten erledigen (Nespresso Automat, Kabinebefestigung die gebrochen war und natürlich Hompage Pflege)


Parque Pumalin
24.01.2016




Nördlich gelegen des Städchens Chaitén liegt der Park des US-Ökomillionärs Douglas Tompkins. Das Kleinod umfast 360000 ha dicht bewaldete Berglandschaften, Fjorde und versteckter Naturthermen. In diesem Park liegt auch der Vulkan Chaitén der im Jahr 2008 das gleichnamige Städchen verwüstet hat. Die Verwüstung kann man heute noch sehen.
Diesen Vulkan haben wir soweit es ging bestiegen. Die knapp 900 Höhenmeter kamen uns entlos vor. Hinzu kamen dicke fette Fliegen (sehen aus wie Hummeln) die uns begleiteten.

Carrera Austral
vom 16.01.2016 - 25.01.2016


Die Carrera Austral gehört zu den Traumstraßen der Welt. Deswegen ist sie für uns ein MUSS auf dem Weg in den Norden. Sie beginnt im Süden bei Villa O'Higgins. Wir steigen in dieses Abenteuer bei El Maiten ein, also am Südwest-Zipfel des Lago General Carrera. Von hier aus geht es ca. 900 km nordwärts bis nach Puerto Montt. Man muß zweimal die der Fähre nehmen, wenn man bis nach Puerto Montt fahren möchte.
Die Carrera Austral ist zur Zeit übersäht mit Baustellen, da die Carrera möglichst komplett geteert werden soll. Daher sind viele Strassensperrungen u. a. auch wegen Sprengungen. Die Baustellen selber sind für uns Europäer katastrophal, Offroad ist angesagt und wenn man dann schmale Serpentinen entlang fährt, wo einen LKWs entgegenkommen oder hinter der nächsten Biegung ein Auto liegen geblieben ist, rutscht einem das Herz in der Unterhose. Achsenbrüche bei LKW´s und Auto´s sind keine Seltenheit, was uns bei den Straßenverhältnisse auch nicht wundert. Zusätzlich sieht man auch noch viele Radfahrer, die sich über die Carrera quälen und den ganzen Staub von den Autos fressen müssen. Die abwechslungsreiche Lanschaft dagegen mit den tollen Nationalparks sind sehr beeindruckend und atemberaubend. Hier fühlten wir uns oft wie im Jurassic Park. Wir haben die Zeit genossen, aber manchmal auch die Straße verflucht.

PS von Gabi:

Wir haben Helga und Dirk (einer unserer Leidensgenossen aus Montevideo) kurz vor der Grenze nach Chile wieder getroffen. Leider hatten wir nur begrenzt Zeit, jedoch für einen  Kaffeeklatsch, um wichtige Informationen auszutauschen, ist immer Zeit. Helga und Dirk kamen von der Carrera Austral und waren auf dem Weg nach El Califate und wir kamen ja von dort. Es war sehr schön Sie wieder zu treffen. Die zwei Tage in Montevideo verbinden doch sehr.
Dicke fiese Fliegen, viele dicke fiese Fliegen, die einen verfolgen. Nach dem Ort Puerto Tranquilo ändert sich die Landschaft und da tauchten diese fiesen dicken Fliegen auf. Bei schönen Wetter traten sie massig auf, vor allem waren diese Dinger am Meer und an der See. Erst kurz vor Puerto Montt verschwanden diese wieder. Im Januar sind diese Fliegen wohl eine Plage.
Oft fühlte ich mich im Jurassic Park und schaute mich heimlich um, ob jetzt irgendwo ein Dino aus dem Gebüsch heraus kam. Da wir doch ein paar Abstecher auf der Carrera machten, war es zum Teil sehr einsam und man sah kaum ein Auto bzw. Menschen. Vielleicht hatten die Dino´s ja alle schon gefressen?


26.01.2016 - 27.01.2016 Vulkan Osorno am Lago Llanquihue


Wir kommen bei schönem Wetter in Ensenada am Lago Llanquihue an, man kommt sich vor wie in Deutschland, wenn man vom den drei Vulkanen (Orsorno,Calbuco und Puntiagudo) mal absieht. Die Städte um den See (er ist größer als der Bodensee) sind von ehemaligen deutschen Aussiedlern gegründet worden. Überall liest man deutsche Namen und auf den Schildern steht Kaffee und Kuchen. Am darauf folgenen Tag machen wir uns auf und fahren hoch zum Vulkan Orsorno, an der Talstation des Skilift gibt es ein Refugio mit Restaurant und Wifi, wir beschliessen dort eine Nacht zu verbringen.
Leider hatten wir nach so einem tollen Nachmittag und Abend im Refugio ein höllen Nacht (wir haben kaum geschlafen), weil ein Unwetter über der Vulkan fegte und unser Auto samt Wohnkabine sehr ins wackeln kam. Da die Wetteraussichten für die kommenden Tage keine Besserung vorhersagte, beschlossen wir weiter zu fahren. Unser nächstes Ziel ist Bariloche in Argentinien.

28.01.2016 La Angostura


La Angostura liegt nördlich am See Lago Nahuel Huapi und gehört zu den beliebtesten Nationalparks Argentiniens ""Nacional Nahuel Huapi". Bariloche liegt südlich am See. Wir machten hier ein Zwischen-Stopp und holten hier nach was wir am Vulkan Orsorno schon machen wollten "Canopy". An einem Drahtseil hängend den Berg heruntersausen. Es war ein irrer Spass. 

29.01.2016 - 30.01.2016 Bariloche




Bariloche und das Seengebiet, zieht mit seiner specktakulären Landschaft jedes jahr Tausende von Besuchern an. Die Touristen kommen zum Skifahren, Fischen, Klettern oder Wandern. Da mußte Gabi unbedingt hin! Die Stadt selber ist stark schweizerisch beinflusst, nicht nur der Baustil, sondern auch das Essen (Fondues: Käse oder Schokolade). Wenn man es nicht besser wüsste, dann würde man meinen man ist in der Schweiz. Hier befindet sich auch das argentinische "Schokoladenzentrum" (Schokolade wird hier selbst von mehreren Familienunternehmen  hergestellt). In der Bahia Lopez verbringen wir unsere erste Nacht; ein echter Traumplatz mitten im Nationalpark nur ein Auto kam die Nacht vorbei.  Aber um dahin zu kommen (ca. 15 km Sackgasse) sind etwa 10 Polizeikontrollen zu meistern. Was die kontrollieren weis der Kuckuck, dies ist argentinischer Alltag, mir geht das ziemlich auf den Kecks. Am nächsten Tag nehmen wir die Skigebiete unter die Lupe, Gabi kommt aus dem schwärmen gar nicht mehr raus und plant schon einmal Ihren nächsten Skiurlaub. Da wir ziemlich (okay Ich !) geizieg sind und die teure Seilbahn nicht nehmen wollen, fahren wir mit dem Camper den Schotterweg auf dem Skigebiet "Cerro Otto" rauf. Ich  mache es nie mehr wieder!!! Einspurig, von Schotterpiste keine Rede, tiefe Schlaglöcher, steil abfallende Hänge die bis an die Strasse gehen, wo ein Kinderwagen gerade mal durchkommt und große Steine, die mitten auf dem Weg liegen. Naja der Wagen hat es überstanden, die Wohnkabine auch, nur mein Laptop ist aus dem Schrank gefallen und der Bildschirm zerbrochen. Am falschen Ende gespart! Dafür war die Aussicht bei tollen Wetter auf 1405 m beindruckend. Oben gab es für uns leckern Kuchen und Kakao in einem Drehrestaurant. Unten wieder angekommen beschliessen wir Bariloche zu verlassen, jedoch nicht ohne Schokolade zu probieren (so viel Zeit muss sein), da es sehr schwierig ist einen Stellplatz für die Nacht zu finden. Leider sind die Campingplätze hier für große Campingfahrzeuge ungeeignet, so dass man nicht mit den Camper auf dem Platz fahren kann. 

31.01.2016 Santa Maria und La Ruta de los Siete Lagos



Wir kommen in Santa Maria spät abends an. Santa Maria liegt nordöstlich am Lago Nahuel Huapi. Auch hier ist es nicht leicht überhaupt einen Campingplatz für Wohnmobile zu finden. Und wenn haben sie außer Banós (Toiletten) nichts. Doch ein sehr schöner Sonnenuntergang und sternklarem Himmel sowie glasklaren See entschädigt alles. Am nächsten Morgen beginnt unsere Reise entlang den sieben Seen. Die Ruta de los Siete Lagos ist wegen ihrer specktakulären Szenerie eine der größten Atraktionen der Region. Die 110 km lange Strasse führt durch schneebedeckte Berge, an Seen vorbei und durch Pinienwälder. Am Ende ist das Örtchen San Martin de los Andes, wo wir in einem kleinen Restaurant die Aussicht über den Lago Lácar geniessen. Von hier aus geht es weiter entlang des Vulkan Lanin, Richtung Trumen-Pass um dort die Grenze nach Chile zu überqueren.