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1.02.2016 Pucón

Wir reisen ein nach Chile über den "Paso Mamuil Malai", er liegt im Nationalpark "ParqueNacional Lanín". Hier sehen wir viele Araucanien Bäume. Nach 2,5 Stunden vor dem Schlagbaum auf der Argentinischen Seite rumstehen (Die Grenzbeamten hatten keine Lust zu arbeiten) konnten wir endlich einreisen.
Der Ort Pucón liegt östlich am Lago Villarrica und nördlich vom Parque National Villarica mit dem rauchenden Vulkann Villarrica. Der Ort Pucón ist in der Sommerzeit völlig überlaufen, so dass wir uns auf den Nationalpark konzentrieren. Zur Übernachtung fahren wir hinauf auf den Vulkan, wo sich auch ein Skigebiet  befindet. Wir haben dort die schönste Nacht unserer Reise erlebt. Nach einem super schönen Sonneruntergang (Februar Bild) leuchtet der Rauch vom Vulkan Nachts rötlich. Es sieht aus wie in einem Film. Der Sternklare Himmel und ein Gewitter in der Ferne war einfach unbeschreiblich. Am Nächsten morgen war das Tal in Wolken gehüllt und wir wurden um 7:30 Uhr durch den Ranger geweckt, der uns mitteilte, dass wir hier nicht übernachten dürfen, es wäre zu gefährlich und so machten wir uns auf nach dem Ort Villarica.

2.02.2016 -3.02.2016 Villarrica


Der Ort Villarrica liegt westlich am Lago Villarrica und nordwestlich vom Vulkan Villarrica und gehört zu den beliebtesten Ferienorte Chiles. Wir machten hier einen zweitägen Stopp (Computer Reperatur,Wäsche reinigen lassen und kleine Verbesserungen am Camper). Außerdem kann man hier auf dem Fluss Rio Pucón  "Rafting Touren" in allen Kategorien machen. Wir buchten für unser erstes Rafting, eine Tour der Kategorie 3. Es war ein irrer Spass und wären am Liebsten ein zweitesmal den Fluss runter gefahren.

4.02.2016 Reserva Nacional Huerquehue

Wir hatten den Tip vom Schweizer Ehepaar bekommen uns auch den Nationalpark Huerquehue anzuschauen, da dieser nicht so überlaufen sei. Dieser liegt östlich vom Nationalpark Villarrica und es führt eine Schotterpiste, um zwei Seen herum. Im Nationalpark befinden sich auch mehrere heiße Quellen, wo man auch Camping machen und übernachten kann. Da ja Urlaubszeit ist waren die Campingplätze voll und wir beschliessen hier nicht zu übernachten, sondern weiter zu fahren. Es war ein guter Tip, für uns hatte sich der Umweg gelohnt.  

5.02.2016 Paque Nacional Congullío


Wir wollen noch weitere Vulkane erleben und fahren in den Nationalpark Congullío mit dem noch aktiven Vulkan Llaima. Der Llaima gehört zu den aktivsten Vulkanen in ganz Südamerika, der letzte Ausbruch war 2008. Wir sind tief beeindruckt und können genau sehen, wie ein Vulkanausbruch und seine Lavaflüsse die Landschaft verändern. Kilometerlang fahren wir an erkaltetem Lavagestein entlang, können nachvollziehen wie die Lavamassen den Berg herunter geflossen sind und alles unter sich begraben haben. Nur langsam fängt die Natur wieder an, diese riesige schwarze Steinwüste mit Flechten oder Gräsern zu beleben, kleine Bäume beginnen wieder zu wachsen. Gabi wollte unbedingt die Araucanía Bäume sehen, die hier besonders beeindruckend sein sollten. Wie sich dann herausstellte, haben wir bereits viele tolle Araucanien Wälder gesehen und auch bei der Passüberquerung "Paso Mamuil Malal" von Argentinien nach Chile sind diese genauso beeindruckend. Dafür muss man hier nicht hinfahren und so fahren wir weiter ohne zu übernachten.

7.02.2016 Santiago de Chile

Santiago die Hauptstadt von Chile hier leben 40% der Bevölkerung des Landes, rund 7 Mio. Menschen. Auf dem Weg dahin fahren wir durch das Größte Weinanbaugebiet des Landes. Die Stadt selbst fanden wir sehr Europäisch, alles war geordnet und sauber nicht wie in anderen Städten von Südamerika. Eine schöne Stadt, die mich sehr fazinierte, da gab es Einbahnstrassen, die Mittags die Richtung wechselten, dies wurde durch leuchtene Pfeile angezeigt. Leider haben wir nur sehr wenige Fotos, da der Beifahrer mit der Kamera nicht zu recht kam. Nach einem Kurzenaufenthalt, um wichtige Dinge einzukaufen (die es nur hier gibt), fuhren wir auch schon weiter. 

8.02.2016 - 9.02.2016 Valparaiso



Valparaiso die Hafenstadt mit dem herben Flair. Wir kommen in der Stadt abends an und würden gerne durch die Stadt schlendern und den Abend hier verbringen, doch es mangelt an Parkplätze für große Fahrzeuge. Leider gibt es im Ort auch keinen Cämpingplatz, so dass wir weiter Richtung Süden an der Steilküste entlang zumVorstädchen "Laguna Verde" fahren. Dort machen wir es uns direkt am Strand gemüdlich. Am nächsten Tag erkunden wir dann die Stadt Valparaiso. Zurecht ist der alte Stadtkern von UNESCO zum Kulturerbe erklärt worden. Am auffälligsten sind die Schrägaufzuge, die auf drei duzend Hügel in der Stadt verteilt sind. Alle sind nicht mehr in Betrieb. Wir beschließen (Gabi beschließt) auf zwei verschiedenen Hügel hinaufzufahren, um die Stadt von oben zu betrachten. Gabi ist von der Stadt sehr begeisterst und würde hier gerne paar Tage verbringen. Mir gefällt besonders der Graffiti auf den Häuserwänden.


Wir fahren weiter Richtung Norden die Küste entlang, in der Hoffnung irgendwo am Strand zu übernachten und ein paar Tage zu verbringen. Leider war dem nicht so. Die Städchen (man kommt sich vor wie am Ballermanm) sind alle zugebaut  und es ist Urlaubzeit, es gibt keine Möglichkeit sich irgendwo sich hinzustellen. Cämpingplätze gibt es mal wieder nicht. Und so beschliessen wir unsere Reise Richtung Norden über Argentinien weiter zu führen.  

10.02.2016 Grenztunnel Cristo Redentor - Aconcagua


Bei 3.200 Höhenmetern geht es durch einen Tunnel, so sparen wir die letzten 500 Höhenmeter auf den Pass und erreichen bald den Nationalpark Aconcagua. Der Aconcagua ist mit 6.962 Metern der höchste Berg Amerikas und ausserhalb des Himalaja der höchste Berg der Erde. Schon von weitem sehen wir seine fast 300 Meter dicken Gletscher Wir übernachten eine Nacht zwischen den Grenzschranken und beschliessen eine kleinen Spaziergang um diesen Giganten, der vor uns noch 4.000 Meter in den Himmel ragt, denn wir sind ja bereits auf 3.000 Metern Höhe. Wir erinnern uns, dass Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, noch keine 3.000 Meter hoch ist…

PS von  Gabi:
Camping - Die Argentinier und die Chilenen lieben Camping. Es gibt sehr viele Campingplätze (für uns zum Teil eher Picknickplätze). Jedoch was ist für die  Menschen hier Camping? Wir lernen schnell, dass man in Südamerika ein ganz anderes Verständnis dafür hat. 1. Wohnmobile oder Wohnwagen kennen die Länder nicht, daher werden wir immer mit großen Augen angeschaut, was hat der Ford Pickup wohl geladen? 2. Argentinier und Chilenen fahren mit ihren Wagen an einem schönen Platz z. B. Fluss, Bach, See, Wiese, Rasenplätze oder an Picknickeinrichtungen unter Bäumen oder auch ins Schwimmbad und bauen das Zelt genau neben dem Wagen auf. 3. Die Verpflegung ist in einer Kühltasche dabei. 4. Lagerfeuerpflicht - Es wird Holz im Umkreis gesucht und ein Lagerfeuer gemacht. Leider ist das Holz oft sehr feucht, so dass es richtig schön qualmt und stinkt (der ganze Umkreis stinkt). 5. Camping heißt nicht unbedingt, dass man hier auch übernachtet, sondern für ein paar Stunden eine schöne Zeit verbringt. Daher gibt es Campingplätze die von morgens 10,00 Uhr bis abends 20,00 Uhr geöffnet haben. Und so oft Fragen wir uns: Wie sind die mit dem Wagen an den Fluss ran gekommen und wie wollen die da wieder wegkommen? Unfassbar! - Kopfschütteln und doch Bewunderung.

12.02.2016 San Agustín de Valle Fértilum

San Augustin, eigendlich eine unbedeutene Stadt (die nichts bietet), aber für uns auf jedenfall ein Highlight. Warum?... der Weg nach San Augustin ist eine Wellige Strasse mit unzähligen Wasserrinnen, die über die Strasse führen (endlich konnten wir unseren Wassertank auffüllen). Das Valle Fértilum ist eine grüne hügeliege Landschaft. Da es schon spät am abend war, beschlossen wir nach einem Tankstopp in der Stadt zu bleiben. Der Weg zum Campingplatz führte uns an einem kleinen Fluß, an dem viele Argentinier Picknickten. Und so beschlossen wir uns dort nieder zu lassen. Es war ein irrer Spaß den Argentiniern zu zu schauen, wie sie ihrer Freizeitbeschäftignung nach gingen....sie fahren mit ihren Autos,Motorräders und Quads durch den  Fluß. Liegengebliebene Fahrzeuge mußten geborgen werden. Also es war eine tolle Show. Zu später Stunde gingen wir trotz krach ins Bett.
Um 0.30 Uhr wurden wir durch die Polizei geweckt. Ich habe nichts verstanden was der Polizist mir erzählte, fackt war nur, wir mußten hier weg. Warum?....
Also zogen wir uns an, packten alles zusammen und fuhren entlang des Flußes in die Stadt. Wir bekammen den Mund nicht mehr zu was hier los war. Hier waren keine Picknicker mehr. Nein hier war eine Veranstalltung  und es waren Tausende von Menschen auf den Beinen. Jetzt sahen  wir auch, weshalb wir am Fluß nicht stehen bleiben konnten, denn es wurde eine Crossrally entlang dem Fluß veranstaltet und wir haben direckt an (auf) der Rennstrecke gecampt!!!
Die Nacht verbrachteten wir dann 70 km weiter, auf dem Parkplatz vom Park Ischigualsto ganz ruhig und nur wilde Esel die uns Morgens um 7:00 Uhr weckten.


13.02.2016 Parque Ischigualasto


Nationalpark Ischigualasto, auch "Valle de la Luna", das Tal des Mondes, genannt. In diesem Parque kann man nur im Konvoi mit einem Ranger fahren und darf nicht auf eigene Faust den Nationalpark erkunden. Uns stört das nicht und wir verstehen warum das so ist. Parks in denen man sich frei bewegen kann und Plätze zum Camping oder Picknick haben, sind oft auch entsprechend verschmutzt. Oft haben wir gesehen, dass Abfälle einfach liegen gelassen werden, sowohl in Argentinien als auch in Chile. Ausserdem ist das Valle de la Luna ein bedeutender Fundort für Fossilien aus der Zeit der Dinosaurier. Die Bilder sprechen eigendlich für sich.

17.02.2016 Abstecher nach Cachi


Der 650 km² große Parque Nacioal Los Cardones liegt zwischen Salta und Cachi auf über 3000 m Höhe, die Straße nach Cachi führt direkt durch den Nationalpark. Seinen Namen verdankt der Park dem Cardon, das sind die vielarmiegen Kakteen, die bis zu 10 m hoch werden. Hier in der Region ist er ein wichtiger Holzlieferant. So sind in der Iglesia San José von Cachi das Tonnengewölbe, Beichtstuhl und der Altar aus Cardón. Cachi ist eine kleine gemüdliche , gepflegte Stadt (Dorf) in der man den Tag gut verbringen und ausgezeichnet essen kann. Wir haben den InsiderTip von einem Argentinischen Motoradfahrer (den wir bei einer Panne geholfen haben), den wir auf dem Weg zum Lago General kennengelernt hatten.     

14.0202016 - 18.02.2016 DerWeg nach Salta
V
om "Valle de la Luna" sind es ca. 1000 km bis nach Salta; hier ein paar Fotos vom Weg dorthin. Man könnte einen Roman darüber schreiben , aber das erspare ich mir jetzt.


Chilecito (liegt auf dem Weg nach Salta)

In den Reiserführer wird Chilecito als eine Westernstadt beschrieben, für uns hat sie höchstens ein Western Flair. Was das Örtchen ausmacht, ist die stillgelegte Seilbahn, die zu einer Mine hoch oben in der Sierra de Famatina führt. Diese war ab 1904 in Betrieb und war ausschliesslich für den Transport von Golderzen errichtet worden. Hier in Chilecito war nach 35 km Seilbahntransport und 3500 m Höhenunterschied Endstation. Von nun an ging der Transport weiter mit der Eisenbahn. Wir schauten uns im Bergbaumuseum die achtete Station und die neunte Verladestation an. Der Transport von Minenarbeitern mit der Seilbahn dauerte 4 Stunden... schade das Sie nicht mehr in Betrieb ist das wäre mal eine Gaudi! 

PS von Gabi:
Auf dem letzten Foto könnt Ihr den Mirador Cristo del Portezuelo von Chilecito sehen. Uns erinnerte es direkt an den Versuch die Christus-Statur in Rio de Janeiro nachzubauen. Hier ist nur fremdschämen angesagt.          

El Shincal de Quimivil (liegt auf dem Weg nach Salta)

Die Inka-Ruinen von El Shincal lagen auf unsere Rute. Und so buchten wir eine Führung, die leider nur in Spanisch  war. Für mich war dies sehr entspannend, für Gabi eher nicht. Sie hatte Fragen über Fragen, obwohl wir mit der Eintrittskarte bereits eine Übersichtskarte von der Ruine in englischer Sprache erhalten hatten. Der Tourleiter konnte ein paar brocken Englisch und Gabi ein paar brocken spanisch, grins.        

Los Colorados/Quebrada de Cafayate

Los Colorados liegt nördlich von Cafayate. Der Rio de las Conchas hat diese Schlucht in die Landschaft geschnitten. Wir sind bei 40 Grad im Schatten nur einen kleines Stück in die Schlucht gegangen und hatten dann schon einen Sonnenbrand.

18.02.-19.02.2016 Salta
Von Salta gibt es keine Bilder! Es war geplant eine Stadtbesichtigung zu machen, da Salta zu den schönsten Städten (Kolonialstadt) von Argentinien gehört. Doch wir verbrachten zwei Tage damit 1. die Gasflasche aufzufüllen, 2. eine Fordwerkstatt an zu fahren (Diesel- und Luftfilter erneuern zu lassen), 3. Wagenwäsche und 4. einzukaufen. Bei 40 Grad hatten wir dann keine Nerven mehr für eine Stadtbesichtigung. Außerdem zog es uns weiter.
 
20.02.2014 Quebrada de Humahuaca



Nördlich von Juju erstreckt sich die eindrucksvolle Quebrada de Humahuaca (Felslandschaft) Richtung Bolivien. Die Sedimentschichten sind zu wellenartigen Formationen in allen Farben erodiert. Diese Felsenformation, die zum Unesco-Welterbe gehören, erinnern an eine Kette von Haifischzähnen. Diese mußten wir uns unbedingt anschauen. Was aber nicht im Reiseführer stand und uns auch keiner sagte, das der Aussichtspunkt auf 4300 m liegt und von der Ortschaft Humahuaca (auf Höhe 2400 m) ca. 20 km weit weg ist. Hinweisschilder zum Aussichtspunkt waren wieder einmal Fehlanzeige und so fuhren wir mit Hilfe des IOverlander die Serpentinen herauf. Für uns war es das erste mal, das wir so hoch über Meereshöhe waren. Natürlich  wußten wir nicht, ob wir Höhenkrank werden und wie unser Körper auf diese Höhe reagiert. Der Wagen und auch wir haben es gut überstanden.

20.02.2016 - 22.02.2016 der Weg nach San Pedro de Atacama, Chile



Auf dem Weg zum Pass "Paso Jama", der nach Chile führt,  kommt man an einem kleinen Touristenort "Pumamarca" vorbei. Der Ort liegt eingebetet in einer spektakulären Felsformation. Je nachdem wie die Sonne steht, leuchten die Felsen in anderen Farben. Hinter den Felsen be findet sich eine Schlucht, dort haben wir übernachtet. Es war auf unserer Reise einer der tollsten Aussichten. Morgens haben wir teilweise die Schlucht durchwandert und später auch komplett durchfahren. Mega geil - das kann man nur in Südamerika machen. Noch in Argentinien auf einer Höhe von 4.150 m liegt das Örtchen Susqués, welches für seine grandiose Dorfkirche bekannt ist. Leider konnten wir diese nur von aussen betrachten, da wegen Karneval - ja richtig - wegen Karneval (hier diablillo-Teufelchen genannt) die Kirche geschlossen hatte. Gabi hat nur den Kopf geschüttelt, denn das ist nicht Karneval wie Sie es aus dem Rheinland kennt. Ein paar Personen waren verkleidet und tanzten auf der Straße. Nach der Grenze auf 4.200 m Höhe schraubte sich die Straße nochmals auf 4.825 m Höhe hinauf. Auch hier war im Reiseführer wieder einmal kein Hinweis. Auf der ganzen Strecke ca. 500 km gibt es kein Diesel (in Argeninien-Euro) für unseren Wagen, wir kamen mit dem letzten tropfen Diesel in San Pedro an.

23.02.2016 - 25.02.2016 San Pedro de Atacama
Ein kleines Dorf und Ausgangspunkt für viele Sehenswürdigkeiten. Für uns nur ein Platz um mal eine Verschnaufspause einzulegen und sich um die Rück-Verschiffung zukümmern.

PS von Gabi:
Argentinier/Chilenen:
1. Die Menschen der beiden Länder sind total hiflsbereit und freundlich. Wenn man einen Fremden auf der Straße anspricht, das man Hilfe braucht, dann probiert er mit allen Mitteln einen zu Helfen, ohne das er dafür eine Gegenleistung erwartet. Hier können wir Europäer echt was lernen. 2. Bei den Argentinier hört beim Autofahren jedoch die Freundschaft auf, die fahren wie die Verrückten ohne Rücksicht auf Verluste; das ist in der Regel nicht so bei den Chilenen, die nehmen Rücksicht. 3. Argentinier sind direkt und offen, d. h. man kommst schneller ins Gespräch, was bei den Chilenen nicht so ist, diese sind mehr zurückhaltend. 4. Bei jedem Grenzübergang wurde der Wagen von den Chilenen auf Lebensmittel kontrolliert. Das Verhalten der Beamten war immer korrekt. Die argentinischen Grenzbeamten sind dagegen eher sehr launisch - mal ist alles easy und mal kontrollieren sie völlig überzogen.

Was mir aber total in Chile auf den Geist geht ist, dass sich das Straßennetz in einem schlechten Zustand befindet. Daher sind zur Zeit 100te von Baustellen, wo man sich durchquälen muß, denn es gibt wenig Alternativen (Schlimmer als in Deutschland). In Argentinien dagegen ist das Straßennetz gut ausgebaut. Außerdem hat man in Argentinien meistens kostenfreies Wifi und auch Handy-Netz, was in Chile absolut nicht der Fall ist. Wifi muss in der Regel bezahlt werden und ist dann noch sehr schwach. Handy-Netz ist fast garnicht vorhanden.
Was mir dagegen in Argentinien total auf dem Geist geht sind die ständigen Straßenkontrollen von der Polizei, das gibt es in Chile nicht (nur mal im Ausnahmefall).


25.02.2016
- 27.02.2016 Lagunenroute/Bolivia
 


Von San Pedro de Atacama, das auf einer Höhe von 2.400 Metern liegt, fahren wir Richtung Bolivien und klettern innerhalb von ca. 40 Kilometern auf knapp 4.600 Höhenmetern. Die Einreise nach Bolivien ist problemlos, nur das wir uns mit der Uhrzeit vertan haben und so vor verschlossener Tür stehen...die Grenzbeamten sind in Mittagspause.  
Die Landschaft begeistert uns ab den ersten Kilometern, die Bergwelt ist unglaublich vielseitig, die Lagunen und Salzseen sind wunderschön und die Hochebenen des Altiplano beeindruckend. Die Wege bzw. Pisten sind dagegen katastrophal.Statt Strassen gibt es mörderische Wellblechpisten und weil dies eine Qual für Mensch und Material ist, sucht sich jeder Fahrer eine neue Ideallinie. So verläuft neben der ursprünglichen Piste unzählige Fahrspuren nebeneinander; die eine ist schlimmer als die Andere. Oft erkennt man keine Piste mehr, jeder fährt wie er will. Hier geht nichts ohne Allradantrieb und auch die Getriebeuntersetzung wird benötigt. Dank des IOverlanders und verschiedenen Straßenkarten, finden wir aber den richtigen Weg. Die Lagunenroute zieht sich ca 450 km von San Pedro de Atacama (Chile) bis nach Uyuni (Bolivien) immer in einer Höhe zwischen 4000  und 5000 Metern. Rechts und links von uns ragen die Anden (meist Vulkane) in die Höhe . Diese sind oft über 6.000 Meter hoch und die Bergspitzen sind wie mit Puderzucker von einer dünnen Schneedecke bestäubt. Unser erster Übernachtungsplatz liegt an einer Thermalquelle auf ca 4.400 Meter,  da es schon spät ist, können wir die Wasserquelle (40 Grad) für uns alleine nutzen. Es ist ein kleiner Pool mit direkten Blick auf  der Laguna Salada und mit Flamingos, die in aller Ruhe nach Fressen suchen - einfach unglaublich. Am nächsten Morgen nach einem wunderschönen Sonnenaufgang machen wir uns auf den Weg, vorbei an einem Geisier (der leider abgesperrt ist) zum Zoll (Aduna), der mal eben von der Grenze 100 km weg liegt.
Für die Aduna stellen wir den absoluten Höhenrekord unserer Reise auf, 5030 Metern hoch liegt das Bürogebaude des Zöllners (mit eigenem Fußballplatz...vermutlich der höchste der Welt)und die Nacht hat es geschneit.
Danach geht es weiter zur Lagune Colorada. Das Wasser der Lagune ist wegen den Algen und dem Plankton rot / braun. Tausende von Andenflamingos leben hier. Wir sind hin und weg.
Nach einem Spaziergang mit anschliesender Kaffeepause geht es weiter zur nächsten Lagune.
Kontinuierlich windet sich die Strecke der bolivianischen Lagunenroute durch die Altiplano, man hört nur das stottern des Motors, durch den geringen Sauerstoffanteil in der Luft ist es eine Qual für jeden Motor und so kam es wie es kommen mußte nach ca 15 km ging der Motor einfach aus. Nichts geht mehr, der Wagen springt zwar an geht aber immer wieder aus und das ausgerechnet mitten im nichts! (Dieselpartikelfilter war zu) Aber wir haben Glück, nach 5 Minuten kommt Hilfe. Ein netter Bolivianer schleppt uns zurück bis zur Lagune, wo sich ein Hostel und eine Strassenwacht befindet. Dort lebt auch ein Mechaniker, der den Wagen wieder flott machen kann. Am nächsten Tag gegen mittag können wir weiter fahren.
Wir wählen eine neue Rute, die man uns empfohlen hat, angeblich soll sie besser zu fahren und kürzer sein....Lach man soll nicht alles glauben was die Einheimischen einem sagen.. Nach Stunden quer durch die Pampa kommen wir dann endlich auf die Hauptstrasse, die von Uyuni zur Grenze führt. Da der größte Salzsee der Welt wegen den langanhaltenen Regenfällen zur Zeit nicht passierbar ist (steht unterWasser), war unser weiterer Weg vorbestimmt - es geht Richtung Grenze. Wir schaffen es gerade noch vor dem Feierabend der Chilenische Grenzposten die Grenze zu passieren und haben nun eine Baustrasse vor uns. Es wird bereits dunkel und so übernachten wir in der Baustelle, die geschützt an einem Hang liegt. Am nächsten Morgen machen eir uns auf nach Calma.

Wagenreinigung in Calama

Der Grund warum es zurück nach Calama-Chile ging war, das wir einen neuen Dieselpartikelfilter brauchten. Und dort war der einzige Ford Händler weit und breit.

28.02.2016 - 1.03.2016 Calama / Chile
 
Der Bericht von Calama steht auf der Märzseite !