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Am 11.12.2015 begann unsere Reise mit unserem Camper.


Unsere erste Station machten wir bei "Emanuel" ausserhalb von  Montevideo, wo wir unseren Camper reisefertig machten. Dann führte uns die Route quer durch Uruguay mit zahlreichen Palmen, Gewässern und Termalquellen. Ein Bad in den Termalquellen wollten wir uns nicht entgehen lassen und fuhren dann entspannt weiter zu unserem ersten Grenzübergang mit dem Camper bei Salto (Uruguay - Argentinien). Den meisterten wir ohne Probleme, denn alle Beamten waren sehr freundlich und hilfsbereit. Ab da ging es über die Ruta 14 zu Posadas. Posadas sollte ein hübsches Städchen sein, das auf den Weg nach Iguazu liegt und auch einen Campinplatz hat. Leider war es nicht an dem und so sezten wir unsere Reise fort. Offene Campingplätze sind ziemlich rar und spärlich ausgestattet. Daher übernachteten wir meistens an Tankstellen. Den ganzen Weg bis Iguazu verfolgte uns ein Unwetter, so dass unser Camper mehr rot als schwarz war. Der rote Lehm-Ton -Boden klebt überall und man bekommt ihn nur sehr schlecht ab. In Iguazu übernachteten wir dann auf einem Campingplatz, wo wir Wasser und Strom hatten (keine Duschen und Toiletten). Mal gut, dass wir eine Duschkabine und Toilette im Camper haben.

Iguazu
vom 14.12.2015 - 16.12.2015

Rechnet man die einzelnen Fälle zusammen, sind die Wasserfälle 2,7 km breit,wobei der größte Wasserfall der "Teufelsrachen" mit 90m Höhe ist. Bevor der Rio Iguazu über ein abrupt abbrechendes Basaltplateau fliesst, teilt er sich in zahlreiche Kanäle mit Riffen, Felsen und Inseln, durch die die Vielzahl an Kaskaden entstehen. Tausende Kubikmeter Wasser stürzen bis zu 80 m in die Tiefe. Die Lautstärke des tosenden Wassers und die Gischtschleier sind atemberaubend und vielleicht einer der Gründe, dass die Fälle zum UNESCO-Welterbe zählen sowie als eines der neuen sieben Naturwunder gelten.

Brasilianische Seite




Einer der Highlights unserer Reise, sind die Wasserfälle von Iguazu (ähnlich wie der Regenwald im Amazonas) von Brasilien und Argentinien. Das Schauspiel, das die Natur hier bietet, kann man nicht mit Worten beschreiben, besonders die brasilianische Seite hat es uns angetan. Der Anblick ist atemberaubend und man weiss nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Der Fluss führt zur Zeit sehr viel Wasser, um so bewußter wird einem, welche Kraft Wasser hat. Leider versagte meine Kamera (Akku leer) und ich mußte Bilder mit dem Händy machen.

Argentinische Seite
 






Am darauf folgenden Tag besuchten wir die argentinische Seite, von hier hat man einen ganz anderen Blickwinkel. Doch  muß ich vorher, direkt etwas loswerden. Mehr als der doppelte Eintrittspreis und wie immer in Argentinien keine Kartenzahlung möglich. Die Insel Martin war wegen dem Hochwasser gesperrt und die Powerboote waren leider ausgebucht. Ansonsten ist es sehr beeindruckend, wenn man über den Fällen auf Metallstegen entlang geht und direkt von oben auf die Wasserfälle hinunter schaut. Zudem hatten wir strahlenden Sonnenschein, so dass sich dauerend über den Wasserfällen Regenbögen bildeten.

PS von Gabi:

1. Uruguay - Papageien, Papageien nichts als grüne Papageien. Es ist einfach toll Papageien in freier Natur erleben zu dürfen.
2. Argentinien - Straßenkontrollen, Straßenkontrollen, Straßenkontrollen. Auf den Weg nach Iguazu sind massig Polizeikontrollen und ich fühlte mich in der ehemaligen DDR zurückversetzt. Wie ich damals schon die Grenzübergänge gehasst habe. Diese Kontrollen machen auf uns Europäer überhaupt keinen Sinn, keiner erklärt einen, weshalb diese notwendig sind (im Reiseführer wird dies auch nicht erklärt) - daher völlig Banane. Zum Glück hat es ja auf den Hinweg nach Iguazu schlechtes Wetter, so dass uns keiner angehalten hat. Dafür aber auf den Rückweg. Ich habe außer Buenos Tardes kein Wort verstanden und habe die Beamten nur blöd angeschaut und gesagt, dass wir auf dem Weg nach Buenos Aires sind. Chris und ich sind uns einig, dass die Beamten kein spanisch gesprochen haben, sonst hätten wir diese doch bestimmt verstanden.
3. Iguazu - meiner Meinung nach ein "Muß", nur es macht nicht viel Sinn mit dem Auto dorthin zu fahren, wenn die Zeit limitiert ist. Wir haben jetzt insgesamt 10 Tage mit Aufenthalt für Iguazu benötigt. Wenn man dorthin fliegt, braucht man drei Nächte Aufenthalt, um beide Seiten zu sehen, so dass man 4 Tage einplanen muß. Fliegen und Hotel ist zwar teuerer, doch viel entspannter als diesen Umweg zu fahren.


Am 17.12 2015 ging es südwerts zu unserem nächsten Ziel Península Valdés ca. 3000 km.



Nun machen wir uns auf die lange Reise Richtung Feuerland. Als erstes mußte der Wagen gewaschen werden, um die ersten kleinen Reperaturen zu erledigen (Abflußschlauch am Waschbecken erneuern und Batterie Ladeproblem beseitigen). Dann ging es an vielen Missionen vorbei die auf der Strecke Werbung machten, um Turisten anzulocken (Problem überall nur Cash Zahlung möglich). Natürlich gab es auch eine deutsche Kolonie, die Produkte aus der Region verkauften. Im Laden dudelte Bayrische Musik und es gab viele nachgemachte deutsche Produckte.

El Condor

 
Abstecher nach El Condor, dort ist die größte Papageien Kolonie der Welt. Ca. 25.000 Braunflügel-Papageien nisten hier. Was für ein Lärm. Genauso wie beim Frauen-Kaffee-Klatsch. Hier steht auch der älteste Leuchturm von Patagonien, der aber nur am Wochenende geöffnet hat.

Punta Colorada



Die Welt ist klein, mitten in Patagonien treffen wir Mike ud Joanna wieder, die auch auf den Weg nach Punkta Colorada waren. Punkta Colorada hat einen der schönsten Sandstrände von Patagonien. Der Weg dorthin führt über eine 35 km lange Schotterpiste. Die Polizei patrolliert mit Quads. Wir sind etwas neidisch und würden auch gerne auch mit Quads über den Strand fahren, na ja vielleicht ein ander mal.

PS von Gabi:

Cash Problem für Ausländer in Argentinien. Man kann nur 700 Pesus am Bankautomaten abheben, dass sind ca. 70 Euro laut offizielen Kurs. Der geliebt und gehasste USD kann man nicht als Ausländer (am Bankautomaten) erhalten. Da der Schwarzmarktkurs viel viel höher ist, sind die 700 Pesus ca. 50 Euro oder sogar weniger wert (also ein Fliegenschiss). Man kann sich jetzt gut vorstellen, wie es den Griechen geht, die am Tag 60 Euro nur abheben konnten.

Península Valdés
vom 22.12.2015 - 24.12.2015
Oh Internet Verbindung, nichts zu wollen hier gibt es kein schnelles Internet, eher gar kein Internet!





Valdés gehört zu den schönsten Tierschutzgebieten in Südamerika. Auf der Halbinsel leben Seelöwen, See-Elefanten, Guanakos, Nandus, Magellanpinguine und zahlreiche Meeresvögel. Zudem ziehen hier in den zwei Buchten, Wale ihre Babys auf.......wenn man in der Hauptsaison kommt! Leider erwischten wir die Nebensaison. So fehlten die Wale, die ausgewachsenen See-Elefanten und Orkas sahen wir leider auch nicht. Dafür sahen wir die ersten Alpakas, sie stehen überall rum - auch mitten auf der Strasse. Es gibt mehrere Touren über die Halbinsel. Wir entschieden uns für die Kleine - 210 km lange Waschbrett-Schotterpiste. Diese führt an einem Salzsee vorbei, der sich nicht lohnt anzuschauen (ohne Allrad kommt man da eh nicht hin). Dafür wird man belohnt in Punta Delgada, wo man eine geführte Tour buchen kann, die einen ganz nah an die See-Elefanten heran führt. Ein paar Kilometer weiter treffen auf die ersten Magellan-Pinguine. Sie sind nur Zentimeter von uns entfernt und haben keine Angst, man könnte sie streicheln, so nahe sind sie. Nach der Rundfahrt ist der Staub der Piste überall (nicht nur in der Wohnkabine und im Wagen).


24.12.2015 Weiterfahrt nach Ushuaia



Die Fahrt führte uns quer durch Patagonien. Die Landschaft ist nicht specktakulär, dafür der Wind. Man kann sich nicht vorstellen, wie der Wind hier pfeifft. Die einsamen Strände bleiben einsam, denn es ist unmöglich hier zu verweilen (oder zu übernachten). Der Sand der aufgewirbelt wird, ist wie Sandpapier, daher übernachteten wir an Tankstellen zwischen Lkws, um etwas geschützt zu sein. Kurz vor der Chilenischen Grenze erblickten wir dann das erste bekannte Patagonien Schild (Vorsicht Seitenwind). Jetzt wo wir fast feuerland erreicht haben. Der Grenzübergang war unproblematisch und auf dem Fährschiff nach Feuerland war großes Deutschland treffen angesagt. Schotterwege der übelsten Sorte verliefen quer durch Chile bis wir in Argentinien endlich wieder normale Strassen unter den Reifen hatten. Ab Rio Grande veränderte sich die Umgebung schlagartig,statt öde Landschafft, nun Berge, Seen und Wälder. Dann endlich das Tor der Stadt Ushuaia.

PS von Gabi:

ca. 3000 km begleiteten uns die Guanakos
. Steppe, einöde, kaum Gras zum fressen, ungemütlich und kalt. Und überall waren kleine Herden am Straßenrand und auch auf der Straße. Wir mussten tierisch aufpassen, dass wir nicht eins umfuhren. Ich probierten Sie mehrmals zu fotographieren (ca. 30 mal), jedoch ist nur ein Bild einigermaßen etwas geworden. Fuhren wir langsam, liefen die Tiere weg - fuhren wir schneller machte die Kamara das nicht mit. Auf jeden Fall waren wir beschäftigt.

Ushuaia - südlichste Stadt der Welt
vom 27.12.2015 - 1.01.2016



Wir erreichen die südlichste Stadt der Welt. Die schönste Stadt der Welt ist Ushuaia sicher nicht, hat aber eine der schönsten Lagen. Umrahmt von schneebedeckten Bergen in einer Bucht des Beagle-Kanals gelegen, sind wir in einer lebendigen und doch gemütlichen Stadt, die sehr an einen Ort in den Alpen erinnert. Aber wir befinden uns am südlichsten Ende Südamerikas, direkt am Meer und nicht weit entfernt von der Antarktis.









In Ushuaia parken wir unseren Wagen direkt am Hafen. Hier hat man einen schönen Blick aufs Meer und den Kreuzfahrtschiffen, die zur Antarktis fahren. Unser erster Weg führt zur Touristen-Information und wie sollte es auch anders sein, treffen wir hier Mike ud Joanna wieder. Sie sind schon 4 Tage vor Ort und werden am nächsten Tag Ushuaia verlassen. Wir feiern abends zusammen Chris Geburtstag. An den nächsten beiden Tagen besuchten wir den Park "Parque Nacional Tierra del Fuego", wo u. a. die Panamericana Anfängt (hier Ruta 3). Ansonsten gibt es noch viel mehr zu sehen, z.B. den  Glacier Martial, diverse Aussichtspunkte auf die Stadt, Museum, Leuchtturm und die Stadt selber.

Silverster verbringen wir dann zusammen mit vielen anderen europäischen Campern (Wohnmobilreisenden), auf einen sehr schönen privaten Campingplatz. Wir feiern bis in den morgen (Gabi will nicht ins Bett, 4:00 Uhr).

PS von Gabi:

Leider ist der Nationalpark in Ushuaia um die Jahreszeit total überlaufen. Tagestouristen lassen sich mit Busen und Taxis in den Park bringen. Im Park sind nur Schotterpisten, so dass permanent Staub durch die Autos aufgewirbelt wird. Da einige Wanderungen zum Teil über die Staubstrasse führen, frisst man den ganzen Tag nur Staub. Nach 3 Tagen war der Staub überall. Ätzend!